Jan 052015
 
logo_linuxcon_2014

Hallo liebe Leute, hier ist wie geplant, der 2. Teil der LinuxCon Nachlese.  Diesmal geht es um kleine und größere Aussteller, um Linux Embedded Systeme und wie angekündigt, der 2. Teil des Interviews mit Linus Torvalds.

Kein 2k Problem

Es war, kann schon gesagt werden, keine Messe für die Massen. Das wurde zum einen durch die spezifischen Themen und natürlich auch durch hohe Eintrittspreise realisiert. Trotz allem sagte man, dass dies gemäß Besucherzahlen von über 2000 Anwesenden die wohl bisher größte LinuxCon war. Trotz allem war von Überfüllung keine Spur. Niemand trat sich buchstäblich auf die Füße.

Alle, sogar die vielen Bediensteten, welche die Besucher mit Getränken versorgten, machten einen relaxten Eindruck. Als Gast der Linux Foundation machte es einfach Spaß in einen Bereich hineinzublicken, der mir im realen Leben eher verschlossen bleibt. Wie schon gesagt, dies ist der 2. Artikel zur LinuxCon 2014. Am Ende des Artikels gibt es die Links zum ersten Artikel.

Here we are and cracking.. jokes

Win Win Situationen

Am HP Stand gab es ein paar Pads zu gewinnen und ganz viele Trostpreise. Dazu dienten Mini Blutooth Boom Box Lautsprecher.

Will ich H(a)P(en)

Überall gab es Stifte und sonstige Souvenirs und auch die Linux Foundation verschenkte fleißig T-Shirts.

 

Gute Laune am Fedora Stand

Ohne roten Hut und ganz Open Linux

Die Guys vom Fedora Stand wollten mal nichts verkaufen, wie der Sponsor Red Hat und verteilen fleißig Fedora Linux Sticker zum auf’m Laptop Windows Bapperl überkleben. „Na schiebt mal was rüber, Jungs“ und macht weiter so!

 

Embedded linux: Neues vom Yocto Projekt

Ob in Zukunft der erste Replikator mit Yocto Embedded läuft?

Am Stand des Yocto Projektes wurde fleißig 3D gedruckt und über aktuelle Open Source Technologien gefachsimpelt. Das Yocto-Projekt ist ja bekanntlich ein Open-Source-Projekt, welches einen Rahmen bietet, um unabhängig von Hardware-Architektur, benutzerdefinierte Linux-Basis-Distributionen für Embedded-Produkte zu schaffen.

Dadurch ergeben sich viele unterschiedliche Möglichkeiten gegeben, um z.B. vorhandene Open Source Hardware oder ganz neue Projekte schnell mit der passenden Software zu versorgen.

Geia sas,Costantinos!

Kurz zu den letzten Updates im Oktober:

Die neueste Version 1.7 Yocto gibt es seit Oktober/November 2014 brachte eine Gesamt-Stabilisierung.

Ebenso gab es Verbesserungen in der allgemeine Leistung und Benutzerfreundlichkeit.

Zudem Updates Pakete zu den neuesten Entwicklungen im Bereich Open Source-Software einschließlich gcc 4.9 sind nun enthalten. Ein Wechsel von eglibc zu glibc war auch notwendig, wobei die aktuellen LTSI Kernel-sowie andere Standard-Softwarekomponenten aktualisiert wurden.

Treibstoff: Kein bleifreies Diesel, sondern Embedded Yocto Linux

 Zero harmony with zero downtime

Suse und Red hat stritten sich darum, wer denn nun wirklich Zero downtime beim Kernel update hinbekommen würde. „Die werben damit nur, bei uns funktioniert das wirklich!“ Die Zeit wird zeigen, welche Geschmacksrichtung erfolgreicher wird. Euer Blogger und Poweruser freut sich natürlich über sinnvolle updates. Der Internetsurfer freut sich natürlich, wenn weniger Baustellenseiten auf seinem Monitor erscheinen. Ungeachtet dessen, war das nette Aufgebot am Suse Stand ein Hingucker, der positives Messefeeling versprühte.

Open source mit Hintertürchen: Rechte und Pflichten

Wo Unternehmen viel Geld für Forschung und Entwicklung von Open Source ausgeben, will man natürlich zuerst einmal die Vorteile für sich nutzen und möglichst Mitbewerbern das Mindeste dieser Investition überlassen. Die Rechte, Tücken und Pflichten der GPL auszuloten ist eine Herausforderung, denen sich einzelne Rechtsanwälte nicht mehr allein stellen müssen.

Tatsächlich gibt es einen großen Verbund von spezialisierten Advokaten explizit für den Open Source und Linux Bereich, die sich gegenseitig bei schwierigen Fragen unterstützen. Dass eine solche Organisation existiert, war mir bis dato nicht klar.

Linux vs Linux

Derart entspannte und locker gekleidete Rechtsanwälte, wie auf der LinuxCon, habe ich bis dato nicht gesehen. Ja, es gibt ihn, den Geek Rechtsanwalt, mit technischem Verständnis und Puls am Fortschritt!

Open Source ist Anwalts Liebling

 

 

Intelligenter als Sherlock

Am freundlichen IBM Tisch war immer was los. Neben Gesprächen über Open Source Strategien fachsimpelte man gerne über die neuesten Errungenschaften der KI und über die neuesten Watson Systeme, welche unter anderem im Logistik-bereich eingesetzt werden. Ich kam nicht umhin, mich dafür zu begeistern, wie intelligent mittlerweile Computersysteme und Maschinen Arbeitsabläufe ausführen, über weite Strecken hinweg voneinander lernen und was interessant und zum Teil etwas erschreckend ist, wie wenig Menschen selbst noch in diese Arbeitsabläufe integriert werden und werden müssen.

IBM Hatschi und K.B. Nemsi ;-)

 

Können Computer denken?

Am IBM Stand versicherte man mir: Ja, sie können denken. Nur solle man sich davon verabschieden, anzunehmen, dass moderne Rechenmaschinen dies auf die ähnliche Art und Weise wie ein Mensch tun müssten.

Ja, das mag wirklich so sein. Ich hoffe, in der nächsten Zeit einen Artikel über die aktuelle Leistungsfähigkeit neuronaler Systeme fertigstellen zu können. Spannend ist das Thema auf jeden Fall.

IBM Watson Syteme sind bereits seit Jahren erfolgreich im Einsatz und auch gerade aufgrund der werbewirksamen Jepardy Spieles, bei dem die Leistungsfähigkeit eines Computersystems im Vergleich zum Mensch in einer bestimmten Anwendung eindrucksvoll unter Beweis gestellt wurde.

 

Learning by Workshops and Communication

Gefühlte 300 Workshops und Vorträge zu speziellen Themen.  Diese wurden jeweils bereits online angekündigt und festgelegt. Zudem gab es die Infos während der Messe sauber geordnet und jeweils mit extra Spalten für LinuxCon, CloudCon und EmbeddedCon. Alle Orte waren ausgeschildert und nummeriert. Der schnellste weg zur Themenreihe war selbsterklärend und einfach erreichbar.

 

 

Workshops und Vorträge rund um Linux und Open Source: Ein Mekka für ernste Anwender, Geeks und Interessierte

 

Beliebte Themenreihen und große Ankündigungen fanden bei der LinuxCon in Saal 1 statt.

Hardware fix, Software flexibel wie Turnschuh

Hier nur ein Beispiel für einen aufschlussreichen und sehr unterhaltsamen Vortrag: Das Lösen eines Embedded Problems, bei dem es Kamera Geschwindigkeitsproblemen mittels Software Linux Gstreamer. Wenn die Hardware vorgegeben wird, muss die Software flexibel sein. Der Redner plauderte aus dem Nähkästchen, welche Herausforderungen zeitweise auf einen Entwickler zukommen. Von Abgabeterminen über fehlende Inspiration, Teamveränderungen, sowie technischen Herausforderungen, sowie unflexible Vorgaben des Kunden war alles dabei.

„Gstreamer saved my job!“

Die letzte Rettung ist dann oft ein glückliches Open Source Tool, im angesprochenen Fall das Framework Gstreamer, welches das Projekt buchstäblich gerettet hat. Ein wirklich spannender Vortrag, super vorbereitet und die Zuhörer mit Fragen (welche sie auch stellen konnten)  eingebunden, der dazu beigetragen hat, dass die Wertschätzung vieler Anwesenden für Open Source und Linux Software weiter zugenommen hat.

Extraterrestical Geeks from the netherlandish Rechenzentrum

Nebenbei (nochmal) erwähnt, das Mittagessen war nicht nur sehr lecker. Für  Besucher mit Allergien oder Unverträglichkeiten war es ebenso wohlschmeckend, wie auch für Vegetarier, da die Messeleitung im vorraus geplant und auf die über 2000 Besucher sehr gut vorbereitet war.

Offen für(mit) Linux: Mitarbeiter eines Niederländischen Providers

Datensicherung von einem Petabyte pro Woche

Wo werden vom Petabyte Datenaufkommen von einem Tag jeweils ein Petabyte pro Woche gesichert?

Keine schwere Frage. Denn wer mag es nicht gern, das Cern. Für die Datensicherung zuständig und stark an den wissenschaftlichen Hintergründen interessiert, zeichnete sich Jakub Moscicki.

Open Source und Linux live

Tux Bosom und oder Plunderteilchen

Ich traf ihn später beim Essen. Als wissenschaftlich stark interessierter Besucher begeisterten mich seine Ausführungen, welchen Herausforderungen seine wissenschaftlichen Kollegen beim Auswerten der Daten begegnen.

Vom kompensieren der äußeren Einflüsse (z.B. selbst der Werkstoff, aus dem die eingesetzten Sensoren bestehen, beeinflussen die Messergebnisse sehr stark), zur Auswahl der Daten bis zum sichern derselben trägt Open Source dazu bei, dass der Aufbau des Universums mit anderen Augen gesehen werden kann.

Need something to bite ;-)

Vip Dinner in der Innenstadt

Ein ganz besonderer Höhepunkt der LinuxCon war das VIP Dinner in der Innenstadt von Düsseldorf. Hier wurden die Größen der Linux Unternehmens-Community und euer bescheidener Blogger eingeladen. Auch hier ergaben sich interessante Gespräche über Unternehmensziele, den Aufbau neuer Märkte oder einfach nur Geplauder über das lösen technischer Herausforderungen.

 

Interview mit Linus Torvalds auf der Linuxcon 2014 Teil 2

Hier gehts zum ersten Artikel der Serie (link)

ıllıllı  Das waren mal wieder ein paar Eindrücke von der LinuxCon. Der dritte Artikel kommt in kürze. ıllıllı

 

 

 

 

 


knabbertux3.jpgMein Open Source Pinguin knabbert liebend gerne beim schreiben und recherchieren. Wenn Ihr ihn füttern möchtet, geht das einfach über Paypal.
Jede kleine Makrele ist willkommen ;-) :
Ein fröhliches Crunch Crunch und weiterhin viel Spaß beim lesen.

 Leave a Reply

(required)

(required)

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>